25.
Dez

Die zwölf Raunächte

In den zwölf Raunächten zwischen Weihnachten und Dreikönig zeigt sich die Tradition einer zwölftägigen Festzeit im Mittwinter. Es ist eine Zeit der Reinigung, des Wandels und des Neubeginns.

Der Jahrestiefstand der Sonne, der der Winter-Sonnenwende folgt, ist in jeder Mythologie ein magisch-mystischer Zeitraum. Bei den Germanen weben die drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld – zuständig für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die Lebensfäden der Menschen. Im keltischen Kult finden sie ihre Entsprechung in den drei Bethen Ambeth, Wilbeth und Borbeth. Im Christentum wiederum wurden aus ihnen die drei heiligen Frauen Barbara, Katharina und Margarethe. Die drei Frauen sind immer ganz eng mit der Natur verbunden, sie sind Hüterinnen der Natur. Auch stehen sie für die Urkraft des Weiblichen und haben eine besondere Schutzfunktion für Frauen und Kinder.

Lass uns die mystische Zeit zwischen den Jahren für persönliche Rituale nutzen, über das alte Jahr zu sinnieren und uns Schutz für das neue zu wünschen! Mögen die Raunächte uns unterstützen, dankbar zu sein, zu verzeihen und loszulassen!

nach Christine Fuchs, Räuchern – im Rhythmus der Jahreszeiten

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